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Für nicht genehmigungspflichtige Heizanlagen gilt die
1.BImSchV (PDF mit 250kB)
.

Moderne Getreidekessel erfüllen die Anforderungen dieser Verordnung. Trotzdem (deshalb?) gibt es in der BRD Probleme bei der Genehmigung von Getreideheizungen. Die 1.BImSchV erlaubt für Heizanlagen zwischen 15 und 100 kW Leistung nur anerkannte Brennstoffe. Laut § 3 zählen dazu auch "Stroh oder ähnliche pflanzliche Stoffe". Obwohl die ganze Getreidepflanze (Stroh mit Körnern) ein erlaubter Brennstoff ist, sind die Körner "nach bundesweiter Auslegung" kein erlaubter Brennstoff! Einige Bundesländer haben inzwischen verschärfte Grenzwerte definiert, zu denen eine Genehmigung für Getreidekessel erteilt werden kann. Meine Anlage mit 20 kW Leistung muss laut Genehmigungsbescheid vom 10.10.2005 bei einer "Prüfung in Anlehnung an DIN EN 303-5"

75 mg/m³ Staub und 500 mg/m³ NOx unterschreiten.

Zum Vergleich:

Braunkohle–Heizung <100 kW: 150 mg/m³ kein NOx-Grenzwert

Kessel 50-100 kW für Spanplatten (3 facher N-Gehalt im Vergleich zu Getreide!) in einer Schreinerei: 150 mg/m³ kein NOx-Grenzwert

Hackschnitzelheizung bis 1 MW(!) 150 mg/m³ kein NOx-Grenzwert

Die Angaben auf diesen Seiten stützen sich u.a. auf die Broschüre "Anforderungen des Immissionsschutzes an die energetische Nutzung fester Biomasse" des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz.